Roboterarm auf Tour
Kintuition × igus® RBTX · Roboterarm auf Tour

Maschine schreibt. Mensch unterschreibt.

Ein FAIRINO FR3 aus dem igus® RBTX-Marktplatz schreibt die Widmungen, Maurício Piper unterschreibt. Wie es dazu kam, was die Software kann und wo der Arm als Nächstes schreibt.

Die Stationen

Fünf Stationen im Oktober, jede mit Videos zum Ansehen und Herunterladen. Ab 18. November geht es weiter.

Wie die Kooperation entstand

Von Shenzhen nach Köln-Porz – und von dort auf die Buchmesse

Ende August 2026 kam Maurício Piper aus Shenzhen zurück. Er hatte dort für das China-Kapitel seines Buchs recherchiert, „Kintuition – Wissen, wann KI. Und wann Intuition.“ Mitgebracht hatte er eine Idee, die ihn nicht mehr losließ: Bei Lesungen sollte eine Maschine die Widmung ins Buch schreiben – und der Autor darunter unterschreiben.

Anfang September schrieb er Alexander Mühlens an. Mühlens ist Vice President bei igus®, leitet dort den Geschäftsbereich Automatisierungstechnik und Robotik (Low Cost Automation) und hat den RBTX-Marktplatz gegründet. Am 8. September 2026 saß Piper bei igus® in Köln-Porz am Tisch. Hinterher schrieb er: „Ich habe selten einen Termin so genossen.“

Ein Kapitel, das nicht geplant war

Aus dem Besuch wurde ein Kapitel. Kapitel 17 von „Kintuition“ heißt „Eine halbe Stunde von hier“ und folgt direkt auf die China-Kapitel. Es erzählt von einem Familienunternehmen, das 1964 in einer Doppelgarage in Köln-Mülheim begann, und von Roboterarmen aus Porz – genau dem, wonach der Autor in Shenzhen gesucht hatte. Am 17. September gab Alexander Mühlens das Kapitel frei. Im Buch steht dazu ein klarer Hinweis: igus® hat nichts bezahlt und keinen Einfluss auf den Text genommen; der Roboterarm ist eine Leihgabe.

Die Übergabe

Am 1. Oktober 2026 folgte die Übergabe in Köln. Sebastian Thorwarth-Kienbaum, Wirtschaftsingenieur im Vertrieb RBTX | Low Cost Automation West-Deutschland bei igus®, hatte einen FAIRINO FR3 aus dem igus® RBTX-Marktplatz als Leihgerät vorbereitet, samt Leihvertrag. Nico Ferin von igus® stellte das Programm bereit, mit dem der Arm in Bücher schreibt. Mit Zustimmung von Alexander Mühlens durfte Piper den Quellcode verwenden – und baute ihn kräftig aus: Schreibschrift, Zeichnungen, Demo-Bewegungen, Spiegelschrift wie Leonardo da Vinci und eine eigene Bühnenshow.

Fünf Stationen in vierzehn Tagen

Acht Tage nach der Übergabe stand der Arm zum ersten Mal vor Publikum: am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. Es folgten Power of AI in der Motor World Köln am 18. Oktober, der Erscheinungstag von „60 Shades of Führung“ bei Thalia im Haus des Buches in Dresden am 19. Oktober, die BVMID Buch:TAUFE in München am 20. Oktober und die Buchtaufe im Business-Club SCR Altach in Vorarlberg am 22. Oktober.

In Dresden, München und Altach war Dr. Wolfgang Frick dabei, der Autor von „60 Shades of Führung“. Der Roboterarm schrieb die Widmungen in seine Bücher, Frick unterschrieb. In Altach kamen nach Fricks Dankesmail rund 350 Gäste.

Warum eine Maschine schreibt

Ein Industrieroboter, der Widmungen schreibt, klingt nach Effekt. Gemeint ist etwas anderes, und es ist die These des Buchs: Kintuition fragt, wann man der Maschine vertraut und wann dem eigenen Urteil. Am Signiertisch wird diese Frage sichtbar. Der Arm schreibt Zeile für Zeile, geduldig und gleichmäßig. Die Unterschrift setzt der Mensch. Im Buch heißt es dazu:

„Die Maschine macht den Teil, der sich wiederholt. Ich mache den Teil, für den ich geradestehe.“Maurício Piper, Kintuition

Für den FAIRINO FR3 aus dem RBTX-Marktplatz war es ein ungewohnter Einsatzort: keine Fertigungshalle, sondern Buchmesse, Buchhandlung und Bühne, mitten unter Leserinnen, Autoren und Unternehmern. Ab dem 18. November geht die Reise weiter, mit „KINTUITION LIVE“ am 20. November in der City-Buchhandlung Dormagen. Zu den Terminen der Lesereise.

Die Tour in einem Video

Zusammenfassung aller Stationen von der Buchmesse bis Altach.

Das Buch

Die erweiterte Auflage von „Kintuition – Wissen, wann KI. Und wann Intuition.“ mit Kapitel 17 „Eine halbe Stunde von hier“ über igus®. Auf der Rückseite steht igus® unter „Aus der Praxis von“, mit dem Satz „Die Maschine schreibt die Widmung. Der Autor unterschreibt.“

Vorderseite: Kintuition. Was hätte Leonardo da Vinci mit KI erschaffen? Maurício Piper. Ein Roboterarm mit Stift über dem vitruvianischen Menschen.
Vorderseite
300 dpi 1,1 MB
Rückseite mit Stimmen zum Buch, darunter igus, Köln: Die Maschine schreibt die Widmung. Der Autor unterschreibt. Darunter die Logos Lambertz, igus, FWS, Ventaris und AHK sowie ISBN 978-3-69020-429-3.
Rückseite
300 dpi 941 KB
Titel
Kintuition – Wissen, wann KI. Und wann Intuition.
Untertitel
Was hätte Leonardo da Vinci mit KI erschaffen?
Autor
Maurício Piper
Geleitwort
Hermann Scherer
Im Gespräch
Prof. Dr. Hermann Bühlbecker (Lambertz)
Verlag
LEVEL21 Verlag, ein Imprint der MATRADA Verlagsgruppe
ISBN
978-3-69020-429-3
Gesamtumschlag · 300 dpi 2,2 MB

Umschlag aus der Druckvorlage vom 26.10.2026, ohne Beschnitt. Änderungen bis zum Druck vorbehalten.

Die Software

Damit ein Roboterarm eine Widmung schreibt, braucht er mehr als einen Stift. Das Grundprogramm, mit dem der FAIRINO FR3 in Bücher schreibt, kam von igus® – Nico Ferin hat es bereitgestellt. Mit Zustimmung von Alexander Mühlens durfte Maurício Piper den Quellcode verwenden und hat daraus seine eigene Werkstatt gebaut: Robot Pen.

  • Vom Satz zur Schrift. Text oder Buchzitat eingeben, die Software berechnet eine Vorschau in Schreibschrift. Erst dann schreibt der Roboter.
  • Schriften. Mehrere Einlinien-Schreibschriften, etwa EMS Allure und Hershey Script; die Vorschau rechnet bei jedem Wechsel sofort neu.
  • Spiegelschrift wie Leonardo. Von rechts nach links, lesbar im Spiegel – wie in Leonardos Notizbüchern.
  • Rahmen und Ornamente. Zum Beispiel ein Oval mit Blattzweigen um die Widmung.
  • Zeichnungen. SVG-Zeichnungen wie ein Leonardo-Porträt, Strich für Strich als Schraffur.
  • Kunst-Modus. Aus einem Foto oder dem Buchcover wird eine Strichzeichnung, auf Wunsch im Stil Leonardos.
  • Persönliches Siegel. Eine einzige Linie, berechnet aus Name und Datum. Jede Seite wird ein Unikat.
  • Regie und Bühne. Ein Regiepult mit Countdown, Cue-Liste und GO; auf dem Beamer schreibt ein digitaler Zwilling des Arms in Leuchttinte mit.
  • Simulator. Jeder Auftrag lässt sich vorher als Trockenlauf durchspielen, ohne dass sich der Arm bewegt.
  • Bahnplanung. Tempo, Stifthub, Andruck, Federwinkel und Glättung der Striche lassen sich fein einstellen.
Ein Buchzitat wird getippt, die Vorschau in Schreibschrift erscheint. · 15 s, ohne Ton
Die Vorschau zeichnet die Seite in der Reihenfolge, in der der Roboter schreibt. · 8 s, ohne Ton
Bühne: Leuchttinte schreibt die Widmung, daneben schreibt der digitale Zwilling mit. · 15 s, ohne Ton
Vom Satz zur Schrift: „Wissen, wann KI. Und wann Intuition.“ als Vorschau in Schreibschrift
Vom Satz zur Schrift: „Wissen, wann KI. Und wann Intuition.“ als Vorschau in Schreibschrift
Spiegelschrift wie Leonardo, im Oval mit Blattzweigen
Spiegelschrift wie Leonardo, im Oval mit Blattzweigen
SVG-Zeichnung: Leonardo-Porträt als Schraffur
SVG-Zeichnung: Leonardo-Porträt als Schraffur
Kunst-Modus: das Buchcover als Strichzeichnung
Kunst-Modus: das Buchcover als Strichzeichnung
Persönliches Siegel: eine Linie aus Name und Datum
Persönliches Siegel: eine Linie aus Name und Datum
Regiepult während der Show: Cue-Liste, Live-Anzeige, Bühnenvorschau
Regiepult während der Show: Cue-Liste, Live-Anzeige, Bühnenvorschau

Grundprogramm: igus® (Nico Ferin). Erweitert von Maurício Piper. Alle Aufnahmen im Simulator bzw. Probelauf; der Gastname „Anna“ ist ein Beispiel.

Presse

Zwei Texte zum Weitergeben, jeweils als Seite und als Word-Datei.

Entwurf zur Freigabe

Pressemitteilung Lokalpresse

Für Köln, Dormagen und den Rhein-Kreis Neuss: „Die Maschine schreibt, der Autor unterschreibt“ – KINTUITION LIVE am 20. November in der City-Buchhandlung Dormagen.